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Wann gelten Reifen als neu? Wichtige Fakten für den Reifenkauf

Wann gelten Reifen als neu? Wichtige Fakten für den Reifenkauf

Lesezeit: 4 Min.
Autor: OR24
03.03.2025

Der Kauf neuer Reifen kann viele Fragen aufwerfen. Eine der häufigsten lautet: Wie alt dürfen neue Reifen sein? Kurz gesagt: Ein Gesetz dazu gibt es nicht, der ADAC empfiehlt aber für den Neukauf ein Reifenalter von höchstens zwei Jahren. In diesem Beitrag erfährst Du, woran Du das Alter erkennst, was die Lagerung bewirkt und ab wann ein Reifen zu alt ist.


Wie alt darf ein neuer Reifen sein?

Ein Gesetz, das festlegt, wie alt ein Reifen beim Verkauf höchstens sein darf, gibt es nicht. Es gibt aber klare Empfehlungen: Der ADAC rät beim Neukauf zu Reifen, die höchstens zwei Jahre alt sind, und empfiehlt, diese Grenze schon bei der Bestellung festzuhalten. Der Bundesverband Reifenhandel (BRV) sieht einen sachgerecht gelagerten Reifen bis drei Jahre als fabrikneu und bis fünf Jahre als neu an. Ein unbenutzter Reifen ist also nicht automatisch neu, wenn er schon lange im Lager liegt.

Viele Verbraucher gehen davon aus, dass ein neuer Reifen erst vor wenigen Monaten hergestellt wurde. Das muss nicht so sein, denn gerade spezielle Reifengrößen oder Modelle werden nicht ständig produziert. Der Bundesgerichtshof hat 2004 entschieden, dass ein Händler beim Verkauf eines Gebrauchtwagens das Reifenalter anhand der DOT-Nummer prüfen muss, wenn es dafür einen besonderen Anlass gibt, ohne dabei eine feste Altersgrenze zu nennen (Urteil vom 11.02.2004, Az. VIII ZR 386/02).

Etwas ältere, unbenutzte Reifen werden oft günstiger angeboten. Das kann sich lohnen, wenn sie sachgerecht gelagert wurden und die empfohlenen Grenzen einhalten. Prüfe vor dem Kauf die DOT-Nummer und frag nach, wenn der Reifen älter als zwei Jahre ist. Bei Angeboten wie Demoreifen lohnt sich derselbe Blick auf das Herstelldatum.

Die wichtigsten Werte zum Reifenalter auf einen Blick:

Situation Empfehlung Quelle
Neukauf höchstens 2 Jahre alt ADAC
Fabrikneu bis 3 Jahre nach Herstellung, sachgerecht gelagert BRV
Neu bis 5 Jahre nach Herstellung, sachgerecht gelagert BRV
Winterreifen nicht älter als 8 Jahre ADAC
Sommerreifen nach 8 bis 10 Jahren tauschen ADAC
Pkw-Reifen allgemein höchstens 10 Jahre ADAC, Continental
Anhänger mit 100-km/h-Zulassung höchstens 6 Jahre, gesetzliche Pflicht ADAC, BRV
Quelle: adac.de, bundesverband-reifenhandel.de, continental-tires.com

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Was bringt die richtige Lagerung von Reifen?

Die richtige Lagerung verlangsamt die Alterung eines Reifens. Gummi altert auch, wenn der Reifen kaum benutzt wird: Laut ADAC wird die Mischung härter, darunter leiden vor allem Nässegrip und Bremsweg. Seriöse Händler lagern Reifen deshalb kühl, trocken und dunkel, denn direkte Sonne, Feuchtigkeit und starke Temperaturschwankungen können das Material spröde machen. Gute Lagerbedingungen verringern dieses Risiko.

Reifen werden eingelagert

Sachgerecht gelagert behalten Reifen laut Herstellerangaben bis zu fünf Jahre ihre vollen Eigenschaften, so gibt es der Bundesverband Reifenhandel wieder. Der ADAC nennt die Bedingungen dafür: kühl, trocken, dunkel, fern von Ozon und Chemikalien, aufrecht im Regal mit mindestens 10 cm Abstand zum Boden. Ganz aufhalten lässt sich die Alterung aber nicht. Achte deshalb vor der Montage darauf, dass der Reifen weder Risse noch Verformungen zeigt.

Das Produktionsdatum entschlüsseln

Die DOT-Nummer (Department of Transportation) auf der Reifenflanke gibt Auskunft über das Herstellungsdatum des Reifens. Die letzten vier Ziffern geben die Produktionswoche und das Jahr an. Zum Beispiel bedeutet "1723", dass der Reifen in der 17. Woche des Jahres 2023 hergestellt wurde. Im Herbst 2026 war ein solcher Reifen also schon über drei Jahre alt. Reifen aus der Zeit vor 2000 tragen nur drei Ziffern und liegen damit weit über jedem empfohlenen Höchstalter.

DOT-Nummer Reifen erkennen: Kalenderwoche und Herstellungsjahr

So prüfst Du das Alter beim Kauf:

  1. DOT-Nummer ansehen: Schau Dir die vier Ziffern auf der Flanke an oder lass sie Dir nennen.
  2. Höchstalter festhalten: Der ADAC rät, das gewünschte Höchstalter schon bei der Bestellung festzuhalten.
  3. Bei Lieferung prüfen: Vergleiche die DOT-Nummer der gelieferten Reifen mit der Vereinbarung. Bei der Gelegenheit kannst Du auch die Profiltiefe des Neureifens kontrollieren.
  4. Bei älteren Reifen nachfragen: Ist ein Reifen älter als zwei Jahre, frag nach, wie lange und unter welchen Bedingungen er gelagert wurde.

Wie alt dürfen Reifen höchstens sein?

Ein gesetzliches Höchstalter gibt es für Pkw-Reifen nicht, auch bei der Hauptuntersuchung zählen Zustand und Profiltiefe (mindestens 1,6 mm). Der ADAC rät trotzdem: Sommerreifen nach acht bis zehn Jahren tauschen, Winterreifen nicht länger als acht Jahre fahren, Pkw-Reifen allgemein höchstens zehn Jahre. Bei Winterreifen lassen die Wintereigenschaften laut ADAC schon ab etwa sechs Jahren nach. Continental empfiehlt ebenfalls, Reifen nach zehn Jahren zu ersetzen, auch Ersatzreifen. Eine feste Altersgrenze gilt nur für Anhänger mit 100-km/h-Zulassung: Dort dürfen die Reifen höchstens sechs Jahre alt sein.

Beim TÜV steht nicht das Produktionsdatum eines Reifens im Vordergrund, sondern sein Zustand. Entscheidend ist, dass das Gummi nicht porös oder rissig ist und keine sichtbaren Schäden aufweist. Auch ein ungleichmäßiger Abrieb oder ein stark abgefahrenes Profil können zu Beanstandungen führen. Im Zweifel lässt Du die Reifen vorher in einer Werkstatt ansehen.

Fazit

Ein unbenutzter Reifen ist nicht automatisch neu. Achte beim Reifenkauf deshalb auf die DOT-Nummer: Laut ADAC sollte ein Reifen beim Neukauf höchstens zwei Jahre alt sein, Pkw-Reifen sollten spätestens nach zehn Jahren ersetzt werden. Eine gute Lagerung verlangsamt die Alterung, ersetzt aber nicht den Blick auf das Herstelldatum. Neue Reifen bei OR24.de stammen aus aktueller Produktion. Bei uns findest Du außerdem originale Felgen und Kompletträder von Audi, BMW, Mercedes und Porsche.


FAQ - Häufige Fragen

Ein Gesetz dazu gibt es nicht, der ADAC empfiehlt aber höchstens zwei Jahre ab Herstellung und rät, das Höchstalter schon bei der Bestellung festzuhalten. Der Bundesverband Reifenhandel sieht sachgerecht gelagerte Reifen bis drei Jahre als fabrikneu und bis fünf Jahre als neu an.

Die DOT-Nummer zeigt Dir, wann ein Reifen hergestellt wurde. Die letzten vier Ziffern stehen für Produktionswoche und Jahr, 1723 heißt also 17. Woche 2023. So prüfst Du vor dem Kauf, ob der Reifen die Empfehlung des ADAC von höchstens zwei Jahren einhält.

Nein, für Pkw-Reifen gibt es weder ein gesetzliches Höchstalter noch eine Grenze, bis wann ein Reifen als neu verkauft werden darf. Ausnahme: An Anhängern mit 100-km/h-Zulassung dürfen Reifen höchstens sechs Jahre alt sein. Orientierung geben ADAC (beim Kauf höchstens zwei Jahre) und Bundesverband Reifenhandel (bis fünf Jahre neu).

Ein gesetzliches Höchstalter gibt es für Pkw-Reifen nicht. Der ADAC empfiehlt, Sommerreifen nach acht bis zehn Jahren zu tauschen und Winterreifen nicht länger als acht Jahre zu fahren. Pkw-Reifen allgemein sollten höchstens zehn Jahre alt werden, das empfiehlt auch Continental. Für Anhänger mit 100-km/h-Zulassung gilt eine Pflicht: höchstens sechs Jahre.

Weil Reifen auch unbenutzt altern und eine gute Lagerung diesen Prozess verlangsamt. Reifen gehören an einen trockenen, kühlen und dunklen Ort, geschützt vor Sonne, Ozon und Chemikalien. Sachgerecht gelagert behalten sie laut Herstellerangaben, die der Bundesverband Reifenhandel nennt, bis zu fünf Jahre ihre vollen Eigenschaften.

Sofort, wenn er sichtbare Risse, poröse Stellen oder Verformungen zeigt, unabhängig vom Alter. Solche Schäden können die Fahrsicherheit erheblich beeinträchtigen. Auch ohne sichtbare Schäden empfehlen ADAC und Continental, Pkw-Reifen spätestens nach zehn Jahren zu ersetzen, laut Continental auch Ersatzreifen, selbst wenn sie kaum zum Einsatz kamen.

Oft ja, ältere unbenutzte Reifen werden häufig günstiger angeboten. Sinnvoll ist das nur, wenn sie sachgerecht gelagert wurden und nicht zu alt sind: Der ADAC empfiehlt beim Kauf höchstens zwei Jahre, der Bundesverband Reifenhandel sieht Reifen bis fünf Jahre noch als neu an. Prüfe deshalb immer die DOT-Nummer.

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