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Felgen lackieren oder pulverbeschichten: Kosten, Unterschiede und was erlaubt ist

Felgen lackieren oder pulverbeschichten: Kosten, Unterschiede und was erlaubt ist

Lesezeit: 13 Min.
OR24
01.10.2026

Das Lackieren von Felgen kostet laut Anbietern rund 75 bis 150 Euro je Felge, eine Pulverbeschichtung liegt bei rund 90 bis 150 Euro. Wenn Du beschädigte Alufelgen reparieren lässt, ist die Rechtslage eindeutig: Die amtliche Richtlinie von 2023 erlaubt Lackierungen bei höchstens 100 Grad, Pulverbeschichtungen mit höheren Temperaturen sind dagegen nicht zulässig. Hier erfährst Du, worin sich die beiden Verfahren unterscheiden, was ein Satz je nach Zollgröße kostet und worauf Du bei einer originalen Felge achten solltest.


Felgen lackieren oder pulvern: Was ist der Unterschied?

Lackierer spritzt einen Satz aus vier Alufelgen mit der Lackierpistole

Beim Lackieren wird flüssiger Lack auf die Felge gespritzt, beim Pulverbeschichten wird ein Farbpulver aufgetragen und im Ofen eingebrannt. Beide Verfahren geben der Felge eine neue Farbe, arbeiten jedoch mit sehr unterschiedlichen Temperaturen.

Lackierbetriebe verwenden für Felgen meist einen 2K-Lack, der aus zwei Komponenten besteht. Dieser Lack wird in mehreren Schichten aufgebaut, härtet bei niedriger Temperatur aus und ergibt eine glatte Oberfläche. Die Auswahl an Farbtönen ist sehr groß, und eine einzelne Macke lässt sich später gezielt nachlackieren. Allerdings ist Nasslack etwas empfindlicher gegen Steinschlag.

Das Pulver schmilzt erst im Ofen zu einer geschlossenen Schicht zusammen. Laut Anbietern passiert das meist bei etwa 180 Grad, ein Anbieter nennt zum Beispiel 180 Grad über 45 Minuten. Die Schicht wird dicker als beim Nasslack, ist schlagfest und beständig gegen viele Chemikalien. Dafür kann sie eine leichte Orangenhaut zeigen, also eine fein gewellte Oberfläche, und lässt sich punktuell kaum ausbessern.

Welche Beschichtung im Alltag länger hält, beantworten die Anbieter unterschiedlich. Unabhängige, belastbare Angaben in Jahren haben wir dazu nicht gefunden. Hier siehst Du die wichtigsten Unterschiede im Überblick:

Kriterium Nasslack (2K) Pulverbeschichtung
Verfahren flüssiger Lack, härtet bei niedriger Temperatur aus Pulver wird eingebrannt, laut Anbietern meist bei etwa 180 Grad
Oberfläche glatt dicke Schicht, kann leichte Orangenhaut zeigen
Widerstand etwas empfindlicher gegenüber Steinschlägen schlagfest und beständig gegen viele Chemikalien
Farbauswahl sehr groß, Metallic und Perleffekt gegen Aufpreis Effektfarben und Klarlack gegen Aufpreis
Ausbessern punktuell gut ausbesserbar punktuell schwer reparierbar
Kosten je Felge rund 75 bis 150 Euro rund 90 bis 150 Euro
Richtlinie 2023 bei Aufbereitung zulässig, höchstens 100 Grad mit höheren Temperaturen nicht zulässig
Quelle: Angaben von Lackier- und Beschichtungsbetrieben, Richtlinie zur Aufbereitung von Leichtmetallrädern (Verkehrsblatt 2023), Stand 2026

Was kostet Felgen lackieren und pulvern?

Für eine Lackierung rechnest Du laut Anbietern mit rund 75 bis 150 Euro je Felge, ohne Reifenmontage und Wuchten. Eine Pulverbeschichtung liegt bei rund 90 bis 150 Euro je Felge. Der Lack ist beim Einstiegspreis also etwas günstiger, in der Spitze liegen beide Verfahren gleichauf.

Den größten Preisunterschied macht die Zollgröße aus, da eine große Felge mehr Fläche bietet, die der Betrieb vorbereiten und beschichten muss. Die Tabelle zeigt Dir Richtwerte für Felgen von 18 bis 22 Zoll. Die Preise für das Pulvern stammen von einem einzelnen Anbieter und enthalten bereits das Entlacken und Sandstrahlen.

Felgengröße Lackieren je Felge Lackieren, Satz mit 4 Felgen Pulvern, Satz mit 4 Felgen (ein Anbieter)
18 Zoll 90 bis 120 Euro 360 bis 480 Euro 410 Euro
19 Zoll 100 bis 130 Euro 400 bis 520 Euro 430 Euro
20 Zoll 110 bis 150 Euro 440 bis 600 Euro 430 Euro
21 Zoll keine Angabe keine Angabe 470 Euro
22 Zoll keine Angabe keine Angabe 500 Euro
Quelle: autobild.de und Preisangaben von Lackier- und Beschichtungsbetrieben, Stand 2026. Marktpreise als Richtwerte, keine Preise von OR24.de

Zusatzkosten, die oft vergessen werden

  • Reifen ab- und aufziehen, Wuchten: rund 20 bis 30 Euro je Rad, ein Anbieter nennt 24 Euro.
  • Metallic oder Perleffekt: Beim Lackieren zahlst Du rund 10 bis 20 Prozent Aufschlag auf den Grundpreis.
  • Effektfarbe oder Klarlack beim Pulvern: Ein Anbieter verlangt dafür 25 Euro je Felge zusätzlich.
  • Teillackierung: Wenn der Betrieb nur einen Bereich der Felge lackiert, liegen die Kosten bei rund 50 bis 80 Euro je Felge.

Rechnen wir das an einem Beispiel durch: Ein Satz in 19 Zoll kostet lackiert 400 bis 520 Euro. Für Reifenmontage und Wuchten von vier Rädern kommen 80 bis 120 Euro hinzu, insgesamt also rund 480 bis 640 Euro. Beim Pulvern ergibt der Satzpreis des Anbieters mit Montage rund 510 bis 550 Euro. Zur Einordnung: Ein neuer Felgensatz kostet laut einem Anbieter 800 bis 2.000 Euro.

Manche Betriebe bieten zudem an, einen Höhen- oder Seitenschlag zu richten. Genau dieses Richten lehnt die amtliche Richtlinie für die Aufbereitung von Leichtmetallrädern jedoch ab.

Ist Felgen lackieren oder pulvern erlaubt?

Für die Reparatur beschädigter Alufelgen gelten seit 2023 klare Regeln: Lackieren ist erlaubt, Pulverbeschichten mit höheren Temperaturen hingegen nicht. Grundlage ist die "Richtlinie zur Aufbereitung von Leichtmetallrädern für Personenkraftwagen". Sie erschien im Januar 2023 im Verkehrsblatt und ist seit dem 15. Januar 2023 in Kraft. Darin steht wörtlich: "Pulverbeschichtungen mit höheren Temperaturen sind nicht zulässig."

Diese Richtlinie greift bei Felgen mit oberflächlichen Schäden, die beispielsweise nach einem Kontakt mit dem Bordstein entstehen. Die wichtigsten Vorgaben lauten:

  • Erlaubte ArbeitenPolieren, örtliches Anschleifen, Verrunden von Kerben, Füllen, Grundieren und Lackieren, und zwar nur bei oberflächlich sichtbaren Makeln.
  • TemperaturBeim Lackieren dürfen höchstens 100 Grad auf die Felge einwirken.
  • SchadenstiefeHöchstens 10 Prozent der Felgenhornbreite und nie mehr als 1 mm.
  • ArbeitsbereichGearbeitet wird nur in einem Bereich von 50 mm ab dem Außenhorn Richtung Radmitte.
  • KennzeichnungDer Betrieb kennzeichnet das Rad nach der Arbeit, zum Beispiel mit einem Folienaufkleber.
  • AbgelehntWärmebehandlung, Rückverformung durch Richten, Schweißen und maschinelles Nacharbeiten wie erneutes Glanzdrehen.

Ist ein Schaden tiefer als 1 mm oder liegt er außerhalb dieser 50 mm, fällt die Felge aus der Aufbereitung nach der Richtlinie heraus.

Grauzone: Farbe ändern ohne Schaden

Eine reine Farbänderung an einer unbeschädigten Felge regelt die Richtlinie nicht ausdrücklich. Sie verbietet den Vorgang nicht, erlaubt ihn aber auch nicht ausdrücklich. Das ist eine Grauzone, und so solltest Du sie auch behandeln. Unser Rat: Lass die Arbeit von einer Werkstatt erledigen, die nach der Richtlinie arbeitet, und frag im Zweifel vorher bei einer Prüfstelle wie TÜV, DEKRA oder GTÜ nach. Den Rechtsstand haben wir im Oktober 2026 geprüft.

Wenn Du statt der Farbe gleich andere Räder montieren möchtest, stehst Du vor einer anderen Frage: ob Du die neuen Räder eintragen lassen musst.

Warum ist Hitze für Alufelgen heikel?

Hohe Temperaturen können die Festigkeit einer Alufelge dauerhaft senken. Das zeigt ein Versuch von TÜV SÜD, über den das Prüfunternehmen im Mai 2014 berichtet hat. Die Prüfer testeten das thermische Entlacken, also das Entfernen von altem Lack mit Hitze, an Rädern aus der Aluminiumlegierung GK-AlSi7Mg T6 in Erstausrüsterausführung. Die Ergebnisse:

  • 200 Grad über drei Stunden: 5 Prozent weniger Härte.
  • 250 Grad nach 30 Minuten: 25 Prozent weniger Härte.
  • 250 Grad über drei Stunden: 40 Prozent Stabilitätsverlust.

Laut TÜV SÜD kann sich die Haltbarkeit der Räder dadurch um bis zu 90 Prozent verringern.

Wichtig für die Einordnung: Die Prüfer untersuchten das Entlacken über einen längeren Zeitraum, nicht das kurze Einbrennen einer Pulverschicht. Pulverlack wird laut Anbietern meist bei etwa 180 Grad eingebrannt. Das liegt zwar unter den getesteten Werten, aber deutlich über den 100 Grad, die die Richtlinie beim Lackieren zulässt. Wie stark ein einzelner Einbrennvorgang einer Felge schadet, belegt der Versuch nicht. Er zeigt aber, dass Temperatur bei Alufelgen kein Nebenthema ist, und macht die strenge Grenze der Richtlinie nachvollziehbar.

Worauf achtest Du bei der Werkstatt?

Vier entlackte Alufelgen liegen flach auf dem Arbeitstisch, die Anlagefläche an der Nabe ist vollständig abgeklebt

Eine seriöse Werkstatt kennt die Vorgaben der Richtlinie und sagt Dir offen, wie sie arbeitet. Nach der Richtlinie müssen besonders vier Stellen der Felge unbehandelt bleiben: die Anlagefläche des Rades, die Befestigungsbohrungen für die Radschrauben, das Mittenloch und der Ventilsitz. An diesen Stellen liegt die Felge an der Radnabe an, wird verschraubt oder hält das Ventil.

Ein sorgfältiger Betrieb deckt diese Flächen ab, bevor er mit dem Lackieren oder Beschichten beginnt. Genauso wichtig ist die Frage, wie der alte Lack entfernt wird. Ein Abbrennen mit Hitze entspricht genau dem Verfahren, das TÜV SÜD untersucht hat. Lass Dir deshalb erklären, mit welcher Methode und bei welcher Temperatur die Werkstatt entlackt, bevor Du den Auftrag erteilst.

Diese Fragen stellst Du vor dem Auftrag

  • Richtlinie: Arbeitet der Betrieb nach der Richtlinie zur Aufbereitung von Leichtmetallrädern?
  • Temperatur: Bei wie viel Grad wird lackiert oder eingebrannt?
  • Entlacken: Wie wird der alte Lack entfernt, und kommt dabei Hitze zum Einsatz?
  • Abdecken: Bleiben Anlagefläche, Bohrungen, Mittenloch und Ventilsitz frei?
  • Kennzeichnung: Bekommt das Rad nach der Aufbereitung eine Markierung des Betriebs?
  • Gesamtpreis: Sind Reifenmontage und Wuchten im Angebot enthalten?

Bietet Dir ein Betrieb an, eine verbogene Felge zu richten, solltest Du vorsichtig sein. Die Rückverformung gehört zu den Arbeiten, die die Richtlinie ausdrücklich ablehnt.

Kann man Felgen selbst mit der Spraydose lackieren?

Ja, für eine optische Auffrischung kannst Du Deine Felgen selbst lackieren. Für das Material rechnest Du mit rund 30 bis 60 Euro je Felge. Ein fertiges 2K-Set kostet bei einem Anbieter rund 110 Euro für vier Felgen bis 18 Zoll. Für einen Satz in 18 Zoll liegst Du damit bei rund 120 bis 240 Euro Materialkosten, beim Lackierbetrieb sind es 360 bis 480 Euro. Den Unterschied bezahlst Du mit Zeit und Sorgfalt.

Ob die Farbe am Ende hält, entscheidet sich schon vor dem ersten Sprühstoß. Mit einer gründlichen Felgenreinigung entfernst Du Bremsstaub, Fett und Pflegemittelreste, bevor Du Grundierung und Lack aufträgst.

Orientiere Dich beim Selbermachen an denselben Grenzen wie ein Fachbetrieb: keine Hitze, kein Lack auf Anlagefläche, Bohrungen, Mittenloch und Ventilsitz. Tiefe Schäden gehören in die Hand einer Werkstatt.

Wenn Du eine Farbe erst einmal ausprobieren möchtest, ist Sprühfolie eine Alternative. Sie hält laut Anbietern etwa 3 bis 4 Jahre und lässt sich wieder abziehen.

Was gilt für glanzgedrehte und Bicolor-Felgen?

Glanzgedrehte Felgen lassen sich nach einer Beschädigung nicht wieder in den Werkszustand bringen. Ihre blanke Sichtfläche entsteht ab Werk durch maschinelles Abdrehen. Genau dieses erneute Glanzdrehen ist nach der Richtlinie nicht zulässig, weil dabei die Wandstärke der Felge abnimmt.

Für Bicolor-Felgen mit glanzgedrehter Front bedeutet das: Kratzer auf der blanken Fläche lassen sich nicht einfach wegdrehen. Übrig bleibt, die Fläche zu lackieren, womit sich die typische Zweifarboptik verändert, oder die Felge gegen eine gebrauchte Originalfelge im gleichen Design zu tauschen. Gerade innerhalb eines Satzes fällt eine einzelne Felge mit abweichender Optik sofort auf.

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Original-Felge aufbereiten oder ersetzen?

Satz aus vier originalen Kompletträdern, gerade gestapelt und zusammen mit der Palette in Folie verpackt

Ob sich eine Neulackierung bei einer originalen Felge lohnt, hängt vor allem davon ab, ob Du die Räder später verkaufen möchtest. Die Herstellerlackierung und der Werksfarbton lassen sich beim Wiederverkauf leichter nachweisen als eine Nachlackierung. Eine nachlackierte Felge solltest Du beim Verkauf angeben, und eine nach der Richtlinie aufbereitete Felge trägt ohnehin die Kennzeichnung des Betriebs.

Wie viel eine Originallackierung beim Verkauf genau wert ist, lässt sich nicht seriös in Prozent beziffern, da es hierzu keine belastbaren Zahlen gibt. Sicher ist: Zwischen Original- und Zubehörfelgen liegt ein Unterschied bei Herstellerfreigabe und Passform, und den Werkszustand einer Originalfelge holt keine Nachlackierung zurück.

Ist eine Felge stärker beschädigt, als die Richtlinie erlaubt, oder möchtest Du den Werkszustand behalten, ist eine gebrauchte Originalfelge oft die sauberere Lösung. Damit sie wirklich zu Deinem Fahrzeug passt, helfen ein paar Tipps zum Kauf gebrauchter Felgen, etwa zu Größe, Teilenummer und Zustand. Bei OR24.de findest Du gebrauchte originale Felgen und Kompletträder für Audi, BMW, Mercedes und Porsche.

Liegen bei Dir noch originale Felgen, die Du nicht mehr brauchst, kannst Du sie über Felgenankauf.de verkaufen, statt Geld in eine neue Lackierung zu stecken.

Fazit: Lack für die Reparatur, Pulver mit Bedacht

Lackieren und Pulverbeschichten kosten je Felge ähnlich viel, beim Nasslack beginnt die Spanne etwas niedriger. Wenn Du beschädigte Alufelgen reparieren lässt, ist die Rechtslage seit 2023 klar: Lackierungen bis 100 Grad sind zulässig, Pulverbeschichtungen mit höheren Temperaturen nicht. Eine reine Farbänderung ohne Schaden bleibt eine Grauzone. Hier hilft eine Werkstatt, die nach der Richtlinie arbeitet, oder eine Nachfrage bei der Prüfstelle. Bei originalen Felgen lohnt zudem der Blick auf die Alternative: eine gebrauchte Originalfelge im Werkszustand.

Häufige Fragen zum Felgen lackieren und pulvern

Für einen Satz aus vier Felgen nennt ein Anbieter je nach Größe 410 Euro bei 18 Zoll, 430 Euro bei 19 und 20 Zoll, 470 Euro bei 21 Zoll und 500 Euro bei 22 Zoll, jeweils inklusive Entlacken und Sandstrahlen. Allgemein liegen die Preise bei rund 90 bis 150 Euro je Felge. Für Reifenmontage und Wuchten kommen rund 20 bis 30 Euro je Rad dazu.

Eine Lackierung ist beim Einstiegspreis etwas günstiger. Anbieter nennen dafür rund 75 bis 150 Euro je Felge, für eine Pulverbeschichtung rund 90 bis 150 Euro. In der Spitze liegen beide Verfahren also gleichauf. Achte beim Preisvergleich darauf, ob Entlacken, Strahlen, Reifenmontage und Wuchten im Preis enthalten sind, denn genau darin unterscheiden sich viele Angebote.

Bei der Reparatur beschädigter Alufelgen ist das Lackieren erlaubt, sofern die Einwirktemperatur maximal 100 Grad beträgt. Diese Vorgabe stammt aus der Richtlinie zur Aufbereitung von Leichtmetallrädern, die seit dem 15. Januar 2023 in Kraft ist. Der Schaden darf dabei höchstens 1 mm tief sein und nur im Bereich von 50 mm ab dem Außenhorn liegen. Eine reine Farbänderung an unbeschädigten Felgen regelt die Richtlinie nicht ausdrücklich.

Bei der Aufbereitung beschädigter Felgen sind Pulverbeschichtungen mit höheren Temperaturen nach der Richtlinie von 2023 nicht zulässig. Hitze kann die Festigkeit einer Alufelge senken: In einem Versuch von TÜV SÜD verloren Räder beim thermischen Entlacken mit 250 Grad über drei Stunden 40 Prozent Stabilität. Für eine reine Farbänderung ohne Schaden gibt es keine ausdrückliche Regel.

Ja, für eine optische Auffrischung geht das. Das Material kostet rund 30 bis 60 Euro je Felge, ein fertiges 2K-Set eines Anbieters rund 110 Euro für vier Felgen bis 18 Zoll. Wichtig sind eine gründliche Reinigung und freie Anlageflächen, Bohrungen, Mittenloch und Ventilsitz. Alternativ kannst Du Sprühfolie verwenden, die laut Anbietern etwa 3 bis 4 Jahre hält und sich wieder abziehen lässt.

Da Schwarz eine einfarbige Lackierung ist, gelten die üblichen Richtwerte von rund 75 bis 150 Euro je Felge. Bei 18 Zoll sind es laut Anbietern rund 90 bis 120 Euro je Felge, bei 20 Zoll rund 110 bis 150 Euro. Entscheidest Du Dich für Schwarz mit Metallic- oder Perleffekt, kommen rund 10 bis 20 Prozent dazu.

Der größte Nachteil ist die Hitze: Pulver wird laut Anbietern meist bei etwa 180 Grad eingebrannt, während die Richtlinie für die Aufbereitung beschädigter Felgen höchstens 100 Grad zulässt. Zudem lässt sich eine Pulverschicht punktuell kaum ausbessern und kann eine leichte Orangenhaut zeigen. Dafür ist sie dick, schlagfest und beständig gegen viele Chemikalien.

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