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Rot eingefärbtes Titelbild mit Radwechsel an einem Auto, ein Mechaniker löst die Radschrauben mit dem Kreuzschlüssel, davor liegt ein Rad mit Stahlfelge, dazu der Schriftzug Sommerreifen ab wann fahren

Ab wann Sommerreifen? Der richtige Zeitpunkt für den Wechsel

Lesezeit: 3 Min.
OR24
04.09.2023

Ab wann Sommerreifen? Ein festes Datum schreibt in Deutschland keine Vorschrift vor. Entscheidend sind das Wetter und die Temperatur: Als Faustregeln gelten "von O bis O" und die 7-Grad-Regel. Sinnvoll ist der Wechsel, sobald es auch morgens verlässlich wärmer als sieben Grad ist und kein Frost mehr droht. Hier erfährst Du, was die Faustregeln taugen, was rechtlich gilt und was Du vor der Montage an Deinen Sommerrädern prüfst.


Die kurze Antwort vorweg

Sommerreifen darfst Du in Deutschland jederzeit montieren, einen Stichtag oder eine Pflicht dafür gibt es nicht. Geregelt ist nur der umgekehrte Fall: Bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eisglätte oder Reifglätte müssen Winterreifen montiert sein.

Für den passenden Zeitpunkt haben sich zwei Faustregeln durchgesetzt. Die eine richtet sich nach dem Kalender, die andere nach dem Thermometer. Dazu kommt der Blick auf die Wettervorhersage:

  • Von O bis O: Winterreifen von Oktober bis Ostern, danach Sommerreifen. 2027 fällt Ostern auf den 28. März.
  • 7-Grad-Regel: Sommerreifen erst, wenn die Temperaturen auch morgens verlässlich über sieben Grad liegen.
  • Wetterbericht: Solange nachts noch Frost oder Glätte angesagt ist, bleiben die Winterreifen am Auto.

Für die Rückrichtung gilt dieselbe Logik: Wann die Winterreifen im Herbst wieder ans Auto kommen, entscheidet ebenfalls das Wetter und nicht der Kalender.

Gibt es eine Pflicht für Sommerreifen?

Nein. Kein Gesetz schreibt vor, dass Du im Sommer mit Sommerreifen fährst. Geregelt ist nur der Winter, und zwar in Paragraph 2 Absatz 3a der Straßenverkehrs-Ordnung: Bei den fünf dort genannten Arten von Glätte müssen alle Räder Reifen tragen, die Paragraph 36 Absatz 4 der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung erfüllen. Fachleute sprechen von der situativen Winterreifenpflicht.

Für den Wechsel im Frühjahr heißt das: Solange morgens noch Glätte auftreten kann, verstößt Du mit Sommerreifen gegen diese Pflicht, sobald die Straße tatsächlich glatt ist. Wer dabei kontrolliert wird, zahlt 60 Euro und bekommt einen Punkt in Flensburg. Mit Behinderung anderer steigt das Bußgeld auf 80 Euro, mit Gefährdung auf 100 Euro und mit Unfall auf 120 Euro, jeweils mit einem Punkt.

Welche Reifen als wintertauglich gelten, ist seit dem 01.10.2024 eindeutig geregelt: nur Reifen mit dem Alpine-Symbol. Das Gesetz beschreibt dieses Zeichen als "Bergpiktogramm mit Schneeflocke". Eine Schneeflocke allein genügt also nicht, und auch die Kennung M+S ohne Bergsymbol zählt in Deutschland nicht mehr.

Fährst Du im Frühjahr nach Österreich, gilt dort laut ÖAMTC vom 1. November bis 15. April eine Winterausrüstungspflicht, die ebenfalls an winterliche Straßenverhältnisse gebunden ist. Als Winterreifen zählen dort Reifen mit M+S oder Alpine-Symbol und mindestens 4 Millimetern Profiltiefe.

Von O bis O: Was die Faustregel taugt

Als grobe Orientierung taugt sie, als fester Termin nicht. Der ADAC beschreibt die Regel so: "Von Oktober bis Ostern gehören Winterreifen drauf, danach werden wieder Sommerreifen montiert." Zugleich stellt der Club klar, dass die Faustformel "rechtlich jedoch keine Relevanz" hat.

Die Schwäche steckt im zweiten O. Ostern ist ein beweglicher Feiertag und liegt zwischen dem 22. März und dem 25. April. Dadurch verschiebt sich das Ende der Winterreifenzeit von Jahr zu Jahr um bis zu fünf Wochen, unabhängig vom Wetter.

2027 zeigt das besonders deutlich. Ostersonntag fällt auf den 28. März und liegt damit früh im Jahr. Wer die Regel wörtlich nimmt, montiert schon Ende März Sommerreifen, in einer Zeit, in der es nachts noch frieren kann. Auch der TÜV-Verband richtet sich lieber nach der Temperatur als nach dem Kalender. Nimm Ostern 2027 deshalb als frühesten Anlass, die Wettervorhersage im Blick zu behalten, nicht als festen Werkstatttermin.

Die 7-Grad-Regel im Frühjahr

Wechsle auf Sommerreifen, wenn die Temperaturen auch morgens verlässlich über sieben Grad liegen. So empfiehlt es der TÜV-Verband. Der Grund liegt in der Gummimischung.

Digitale Außentemperaturanzeige im Fahrzeug zeigt acht Grad, durch die Windschutzscheibe ist eine Landstraße mit frisch ergrünten Bäumen im Frühling zu sehen

Sommerreifen sind für warme Temperaturen gebaut. Bei niedrigen Plusgraden verhärtet ihre Gummimischung schneller, die Lauffläche greift schlechter und die Haftung sinkt. Winterreifen bleiben in diesem Temperaturbereich elastischer. Unter etwa sieben Grad bieten Winterreifen deshalb in der Regel mehr Sicherheit als Sommerreifen.

Die sieben Grad sind trotzdem eine Merkhilfe und kein im Labor gemessener Grenzwert. Darunter bricht der Grip nicht schlagartig ein. Der TÜV-Verband weist selbst darauf hin, dass manche Sommerreifen auch unter sieben Grad auf trockener Straße ausreichend greifen.

Entscheidend ist die Morgentemperatur, nicht der Höchstwert am Mittag. Ein sonniger, warmer Nachmittag nützt Dir wenig, wenn es frühmorgens noch Bodenfrost gibt. Fährst Du früh zur Arbeit, wohnst Du in höheren Lagen oder führt Dein Weg über Brücken und durch Senken, wartest Du mit dem Wechsel lieber noch etwas.

Regel Was sie sagt Rechtlich verbindlich? So nutzt Du sie im Frühjahr
Von O bis O Winterreifen von Oktober bis Ostern, anschließend Sommerreifen Nein, laut ADAC ohne rechtliche Relevanz als frühesten Anlass für die Planung, 2027 ab dem 28. März
7-Grad-Regel Sommerreifen erst montieren, wenn es morgens verlässlich über sieben Grad warm ist Nein, eine Empfehlung unter anderem des TÜV-Verbands als Signal für den Werkstatttermin, möglichen Bodenfrost am Morgen einkalkulieren
Situative Winterreifenpflicht Reifen mit Alpine-Symbol bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eisglätte und Reifglätte Ja, Paragraph 2 Absatz 3a StVO solange Glättegefahr besteht, bleiben die Winterreifen am Fahrzeug
Quelle: adac.de, TÜV-Verband, gesetze-im-internet.de

Zu früh oder zu spät gewechselt: Was passiert?

Wer zu früh auf Sommerreifen wechselt, hat bei Kälte und Glätte zu wenig Grip. Wer zu spät wechselt, bremst auf warmer Straße schlechter.

Ist die Straße bei einem späten Frosteinbruch glatt, drohen Dir mit Sommerreifen zudem die Bußgelder der situativen Winterreifenpflicht. Kommt es zum Unfall und der längere Bremsweg war mit schuld, kann das im Einzelfall Folgen für Deinen Versicherungsschutz oder die Haftungsquote haben.

Der umgekehrte Fall ist erlaubt. Der ADAC schreibt: "Grundsätzlich ist es zwar erlaubt, Winterreifen im Sommer zu fahren." Ratsam ist es nicht. In einem ADAC-Test war der Bremsweg aus 100 km/h auf trockener, warmer Fahrbahn mit Winterreifen bis zu 16 Meter länger als mit Sommerreifen. Wo das Auto mit Sommerreifen schon steht, wäre es mit Winterreifen noch mit rund 37 km/h unterwegs.

Mit abgefahrenen Winterreifen von etwa 4 Millimetern Profil schrumpfte der Unterschied im Test auf rund 5 Meter. Dazu nutzt sich die weiche Wintermischung bei Wärme schneller ab. Wer bewusst Winterreifen im Sommer fahren will, bezahlt das also mit Bremsweg und Profil.

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Vor der Montage: der Check Deiner Sommerräder

Bevor die Sommerräder ans Auto kommen, prüfst Du jedes einzelne Rad: Profiltiefe, Reifenalter, Flanken und Luftdruck. Nach der Montage folgen die Radschrauben und das Reifendruckkontrollsystem (RDKS).

Ein Profiltiefenmesser steckt in der mittleren Längsrille eines Sommerreifens, dahinter liegen drei weitere Sommer-Kompletträder mit Alufelgen

Bei der Profiltiefe schreibt Paragraph 36 Absatz 3 StVZO mindestens 1,6 Millimeter im Hauptprofil vor. Der ADAC nennt diesen Wert ein "absolutes Minimum" und empfiehlt für Sommerreifen mindestens 3 Millimeter.

Das Reifenalter liest Du an der DOT-Nummer auf der Flanke ab. Die vierstellige Zahl am Ende nennt Produktionswoche und Jahr: "2620" steht für die 26. Woche 2020. Ein solcher Reifen ist im Frühjahr 2027 fast sieben Jahre alt. Ein gesetzliches Höchstalter gibt es nicht. Der ADAC rät, Sommerreifen nicht älter als acht bis zehn Jahre werden zu lassen.

Prüfe zum Schluss die Flanken: Entdeckst Du Risse, Beulen oder Scheuerstellen, lass den Reifen von einer Fachwerkstatt ansehen, bevor Du ihn montierst. Den Luftdruck passt Du direkt nach dem Wechsel an die Vorgaben für Dein Fahrzeug an. Diese Werte stehen meist in der Tankklappe, im Türrahmen oder in der Betriebsanleitung.

Prüfpunkt Grenzwert oder Empfehlung Was Du tust
Profiltiefe gesetzlich 1,6 mm, ADAC-Empfehlung für Sommerreifen 3 mm an mehreren Stellen messen, bei unter 3 mm rechtzeitig Ersatz einplanen
Reifenalter kein gesetzliches Höchstalter, ADAC: Sommerreifen höchstens 8 bis 10 Jahre DOT-Nummer auf der Flanke ablesen
Flanken keine Risse, Beulen oder Scheuerstellen bei sichtbaren Schäden vor der Montage durch eine Fachwerkstatt prüfen lassen
Reifendruck Herstellerangabe für Dein Fahrzeug direkt nach dem Wechsel prüfen und einstellen
Radschrauben Drehmoment nach Herstellervorgabe mit Drehmomentschlüssel anziehen, nach etwa 50 km nachziehen
RDKS seit 2014 Pflicht für Neuwagen indirektes System kalibrieren, direktes System je nach Fahrzeug anlernen
Quelle: adac.de, gesetze-im-internet.de

Fahren mit zu wenig Profil kostet Dich laut Bußgeldkatalog (Stand Oktober 2026) als Fahrer mindestens 60 Euro und einen Punkt. Auch der Halter muss zahlen, wenn er die Fahrt anordnet oder zulässt. Die Beträge gelten je Verstoß, nicht je Reifen.

Fall Wert Punkte in Flensburg
Gesetzliches Minimum 1,6 mm im Hauptprofil, Paragraph 36 Absatz 3 StVZO keine
ADAC-Empfehlung Sommerreifen mindestens 3 mm keine
Fahrer, Profil unter 1,6 mm 60 Euro 1 Punkt
Fahrer, mit Gefährdung 75 Euro 1 Punkt
Fahrer, mit Unfall 90 Euro 1 Punkt
Halter, der die Fahrt anordnet oder zulässt 75 Euro 1 Punkt
Quelle: gesetze-im-internet.de, adac.de, bussgeldkatalog.org

Nach der Montage ziehst Du die Radschrauben mit dem Drehmomentschlüssel nach Herstellervorgabe an. Der ADAC empfiehlt, sie nach rund 50 Kilometern noch einmal nachzuziehen. Ein indirektes RDKS kalibrierst Du meist per Knopfdruck oder über das Fahrzeugmenü, sobald der Reifendruck stimmt. Bei direkten Systemen kann es je nach Fahrzeug nötig sein, das RDKS anlernen zu lassen, teils mit Spezialgerät in der Werkstatt.

Ganzjahresreifen als Alternative

Ganzjahresreifen ersparen Dir den Räderwechsel im Frühjahr und im Herbst. Laut ADAC eignen sie sich am ehesten für Wenig- und Gelegenheitsfahrer. Vielfahrer sind mit getrennten Sommer- und Winterreifen besser bedient.

Zwei Punkte solltest Du kennen. Erstens zählt ein Ganzjahresreifen bei Glätte nur dann als wintertauglich, wenn er das Alpine-Symbol trägt. Zweitens ist das Symbol noch kein Qualitätsnachweis. Im ADAC-Ganzjahresreifentest 2026 in einer gängigen Kleinwagengröße trugen alle 16 Modelle das Symbol, trotzdem bekamen fünf die Note "mangelhaft", vor allem wegen Schwächen auf winterlicher Fahrbahn. Nur ein Reifen schnitt mit "gut" ab: der Continental AllSeasonContact 2 mit der Note 2,3.

Die Ergebnisse gelten nur für diese eine Reifengröße und lassen sich nicht einfach auf größere Räder übertragen. Die Frage Ganzjahresreifen oder Winterreifen entscheidest Du am besten nach Deiner Fahrleistung und danach, wie winterlich Deine Strecken sind.

Selbst wechseln oder in die Werkstatt?

Mit einem zweiten Radsatz auf eigenen Felgen geht der Wechsel in beiden Fällen schnell: Getauscht werden nur vier komplette Räder, die Reifen bleiben auf ihren Felgen.

Nahaufnahme eines Sommerrades: Der Drehmomentschlüssel sitzt mit der Stecknuss auf einer Radschraube, die Hand hält ihn am Griff

In der Werkstatt kostet ein reiner Räderwechsel je nach Betrieb grob 50 bis über 100 Euro, so der ADAC im März 2026. Muss dabei das RDKS angelernt werden, nennt der Club zusätzlich 20 bis 50 Euro pro Fahrzeug. Lässt Du die Winterräder gleich dort einlagern, rechnest Du laut ADAC mit 40 bis 80, manchmal auch 100 Euro pro Jahr.

Den Räderwechsel selbst durchführen kannst Du mit einem stabilen Wagenheber, einem Drehmomentschlüssel und etwas Zeit. Wichtig sind die richtigen Aufnahmepunkte am Fahrzeug, das Anzugsdrehmoment nach Herstellervorgabe und das Nachziehen der Schrauben nach rund 50 Kilometern. Markiere vor dem Abnehmen die Position jedes Rades, zum Beispiel "VL" für vorne links. Dann weißt Du im Herbst sofort, wo es hingehört.

Danach kommen die Winterräder ins Lager. Bewahrst Du sie zu Hause auf, solltest Du die Räder richtig einlagern: gereinigt, mit ihrer Laufposition gekennzeichnet und als Kompletträder liegend oder hängend.

Hier liegt der Vorteil von Kompletträdern: Reifen und Felge kommen als fertiges, ausgewuchtetes Rad, der Wechsel im Frühjahr und Herbst ist dann nur noch ein Umschrauben. Bei der Felge zählt die Passform. Originale Felgen bringen Lochkreis, Einpresstiefe und Herstellerfreigabe für Dein Modell mit, eine Einzelabnahme beim TÜV entfällt in der Regel. Solche Felgen und Kompletträder findest Du bei OR24.de für Audi, BMW, Mercedes und Porsche.

Fazit: Das Thermometer zählt mehr als der Feiertag

Ab wann Sommerreifen? Sobald die Temperaturen auch morgens verlässlich über sieben Grad liegen und kein Frost mehr zu erwarten ist. Die Faustregel "von O bis O" gibt einen groben Rahmen, 2027 mit Ostern am 28. März allerdings einen frühen. Eine Pflicht für Sommerreifen gibt es nicht. Wer bei Glätte ohne Winterreifen erwischt wird, zahlt aber mindestens 60 Euro Bußgeld und bekommt einen Punkt in Flensburg. Vor der Montage prüfst Du Profil, Alter, Flanken und Luftdruck, danach Radschrauben und RDKS.

Häufige Fragen zum Wechsel auf Sommerreifen

Sobald die Temperaturen auch morgens verlässlich über sieben Grad liegen und kein Frost mehr angesagt ist. Nach der Faustregel "von O bis O" wäre das 2027 schon nach Ostern am 28. März, also sehr früh im Jahr. Ende März kann es nachts noch frieren. Richte Dich deshalb eher nach der Wettervorhersage für Deine Region als nach dem Feiertag.

Rechtlich darfst Du Sommerreifen jederzeit montieren, ein frühestes Datum gibt es nicht. Verboten ist nur, bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eisglätte oder Reifglätte mit Sommerreifen zu fahren. Wer das riskiert, zahlt 60 Euro Bußgeld und bekommt einen Punkt. Sinnvoll ist der Wechsel erst, wenn keine Glätte mehr zu erwarten ist und es auch morgens wärmer als sieben Grad ist.

Nein, eine Sommerreifenpflicht gibt es in Deutschland nicht. Das Gesetz regelt nur den Winterfall: Paragraph 2 Absatz 3a StVO verlangt bei Glätte und Schnee Reifen mit dem Alpine-Symbol. Auch die Regel "von O bis O" ist keine Vorschrift, laut ADAC hat sie "rechtlich jedoch keine Relevanz". Winterreifen im Sommer sind erlaubt, wegen des längeren Bremswegs aber nicht ratsam.

Erlaubt ist es, solange die Straße nicht glatt ist. Ob es im März schon sinnvoll ist, entscheidet das Wetter: Liegen die Morgentemperaturen verlässlich über sieben Grad und ist kein Frost mehr angesagt, spricht wenig gegen den Wechsel. Fährst Du oft früh am Morgen oder in höheren Lagen, wartest Du besser noch. In Österreich gilt die Winterausrüstungspflicht bei winterlichen Verhältnissen bis zum 15. April.

Das ganze Jahr: Winterreifen im Sommer sind erlaubt und kosten kein Bußgeld. Ratsam ist das nicht. Im ADAC-Test war der Bremsweg aus 100 km/h auf trockener, warmer Fahrbahn mit Winterreifen bis zu 16 Meter länger. Hat Dein Winterreifen einen niedrigeren Geschwindigkeitsindex als im Fahrzeugschein eingetragen, muss die zulässige Höchstgeschwindigkeit im Blickfeld des Fahrers angegeben sein, per Aufkleber, Schild oder Anzeige im Fahrzeug. Das gilt auch im Sommer.

Bei freien Straßen auch vor dem 15. April. Laut ÖAMTC gilt in Österreich vom 1. November bis 15. April eine Winterausrüstungspflicht, die an winterliche Fahrbahnverhältnisse gebunden ist. Dann brauchst Du Reifen mit M+S oder Alpine-Symbol und mindestens 4 Millimetern Profiltiefe. Nach dem 15. April entfällt diese Pflicht. Wer im Frühjahr in die Berge fährt, behält die Wetterlage im Blick.

Eine Antwort, die für jedes Jahr gilt, gibt es nicht. Achte beim Vergleich auch auf das Reifenalter: Laut ADAC sollten neue Reifen beim Kauf nicht älter als zwei Jahre sein, die DOT-Nummer auf der Flanke verrät es. Wenn Du Sommerreifen günstig kaufen möchtest, planst Du den Kauf mit etwas Abstand zum Wechseltermin. Dann bleibt Zeit, Angebote in Ruhe zu vergleichen.

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